Lebenslauf auf deutsch

Lebenslauf

ALESSANDRO BARES, Dirigent, Pianist, Geiger, Musikwissenschaftler, Komponist, Sänger und Arrangeur, ist ein vielseitiger, breit gebildeter Musiker.

1970 in Como geboren, beginnt er als Kind Violine und Klavier zu spielen und schon bald auch zu komponieren.

Noch bevor er 1996 am Mailänder Konservatorium sein Geigendiplom erlangt, beginnt er sich durch das Studium der Barockvioline am Centre de musique ancienne in Genf (abgeschlossen 1993) und der Musikwissenschaften an der Universität Cremona (Abschluss bevorstehend) weiterzubilden.

Erste Tournéen als Barockgeiger folgen 1991/92 mit dem European Union Baroque Orchestra (EUBO).

1993 gründet Alessandro Bares die Barockgruppe “Il viaggio musicale”, die sich dem italienischen Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts widmet.

Als deren Leiter und Konzertmeister hat er 10 CDs für Bongiovanni, Chandos, Sarx, Tactus etc. eingespielt.

Gleichzeitig wirkt er als Konzertmeister in gleichartigen Ensembles wie “Werther” (Lyon), “Hamadryade” (Grenoble) oder “Armonico Cimento” (Ferrara) mit.

Als Dirigent debütiert Bares 1995 in Francesco Gasparinis Oper “Il vecchio avaro” (vom Label Bongiovanni in Bologna live aufgenommen und veröffentlicht) und Giuseppe Maria Orlandinis “Il marito giocatore e la moglie bacchettona” am Stadttheater Piacenza.

In den ersten 10 Jahren konzentriert er sich auf das 18. Jahrhundert, von Vivaldis geistlichen Werken bis zu Mozarts Requiem.

In den Verlag “Musedita”, den er 1999 gründet und dessen künstlerischer Leiter er ist, kann er sowohl seine große Erfahrung als Interpret Alter Musik als auch seine musikwissenschaftlichen Kenntnisse einbringen, indem er sich auf praktische Ausgaben von Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert. Mit einem Katalog von bald 5.000 Werken gehört “Musedita” heute zu den führenden Verlagen auf dem Gebiet der Barockmusik.

Mit einem Diplom im Fach Gesang bei Anatolij Gussev (2006) erweitert Alessandro Bares seinen musikalischen Horizont nochmals.

Von 2000 bis 2005 wirkt er regelmäßig in Fabio Biondis “Europa galante” und in Alan Curtis’ “Il complesso barocco” mit.

Daneben komponiert er zahlreiche Kammermusikwerke und, zwischen 2005 und 2011, Bühnenmusiken für kurze Theater- und Tanzstücke.

2007 gründet er die “Compagnia Lirica di Milano”, deren Chefdirigent er bis heute ist und mit der er italienische Opern von Mozart bis Verdi aufführt, zuletzt Mozarts “Don Giovanni”, Rossinis “Il barbiere di Siviglia”, Donizettis “L'elisir d’amore” und Verdis “Falstaff”.

Seit 2011 ist er Leiter des von ihm gegründeten “Orchestra Sinfonica Giovanile Aleramica”, das einer Elite fortgeschrittener Studenten und Absolventen italienischer Konservatorien die Chance bietet, sich in Theorie und Praxis mit allem vertraut zu machen, was heute die “Professionalität” eines Künstlers ausmacht.

Neben seinen Dirigaten geht er weiterhin leidenschaftlich seinen Tätigkeiten als Musikwissenschaftler und Instrumentalist nach und arbeitet in beiden Eigenschaften mit Musikern wie Sigiswald Kuijken, Enrico Gatti, Chiara Banchini, Ton Koopman, Odile Edouard, Diego Fasolis, Riccardo Minasi, Lia Serafini, Wanda Luzzato, Paolo Beschi, Ottavio Dantone, Christophe Coin, Attilio Cremonesi und Pierangelo Gelmini zusammen, Kollegen, deren Vertrauen und oft auch deren Freundschaft er gewonnen hat.

Als Pianist korrepetiert Alessandro Bares die Sänger der “Compagnia Lirica di Milano” und spielt als Duopartner der Geigerin Claudia Monti (“Duo Mirò”) Werke von Mozart bis zur Moderne.

Von zahlreichen Vokalwerken in der Verlag Boosey & Hawkes hat er die Klavierauszüge angefertigt.

Seine vereinigten Erfahrungen als Geiger, Pianist/Cembalist, Sänger, Musikwissenschafter, Verleger und Komponist ermöglichen Alessandro Bares eine gesamtheitliche Sicht musikalischer Betätigung.

Seine Stärke ist die Fähigkeit, die Arbeit von Sängern, Instrumentalisten, Regisseuren, Tonmeistern usw. zu koordinieren und Arbeitsgruppen souverän und entspannt zu leiten.

Alessandro Bares spricht fließend italienisch, französisch und spanisch, sehr gut englisch und vertieft in Intensivkursen seine Deutschkenntnisse.